Zwei Medaillen für KiK-ler bei den Nordostdeutschen Meisterschaften in Greifswald

Bei den Nordostdeutschen Meisterschaften der Altersklassen U18 und U21 stellten sich unsere Athletinnen und Athleten der starken Konkurrenz aus mehreren Bundesländern. Für unseren Verein gingen Lana Butterbrodt (U18 bis 63 kg), Ole Lohmann (U18 bis 55 kg) und Paula Lang (U21 bis 63 kg) an den Start.
Alle drei gingen hoch motiviert in den Wettkampf. Für Ole, neu in der u18, war die Qualifikation schon ein großer Erfolg. Nach drei Kämpfen belegte er einen 7. Platz.
Auch für Paula war der Start in der höheren Altersklasse, den Juniorinnen, eine neue Herausforderung. Um so erfreulicher war es, dass sich Paule mit einer Bronzemedaille für die Deutschen Einzelmeisterschaften am 8./9. März 2026 in Potsdam qualifizieren konnte.

Wettkampfverlauf – aus der Sicht des Trainers (Jörg)

U18 bis 55 kg – Ole Lohmann (Wettkampfliste)

  1. Kampf
    Ole fand zunächst nicht in seinen Rhythmus und wurde von seinem Gegner klar beherrscht. Ein angesetzter Sumi-gaeshi brachte die vorzeitige Entscheidung – Ippon für den Gegner.
  2. Kampf (Hoffnungsrunde)
    In der Hoffnungsrunde zeigte Ole eine starke Reaktion. Er übernahm die Initiative und setzte seinen Tai-otoshi konsequent durch. Zwar geriet er durch einen Konter mit Waza-ari in Rückstand, blieb jedoch bestimmend. Am Ende musste sein Gegner verletzungsbedingt aufgeben – Sieg für Ole.
  3. Kampf
    Im nächsten Duell geriet Ole früh in eine Festhalte, aus der er sich jedoch stark befreien konnte. Sein Gegner führte mit Waza-ari. Ole brachte erneut seinen Tai-otoshi gut durch, doch der Gegner rettete sich auf den Bauch – keine Wertung. Kurz darauf übernahm der Kontrahent eine Aktion von Ole und setzte erfolgreich einen Würgegriff an. Damit war das Turnier für Ole beendet.

Trotz des frühen Ausscheidens zeigte Ole Kampfgeist und wichtige Ansätze, auf denen sich weiter aufbauen lässt.

U18 bis 63 kg – Lana Butterbrodt (Wettkampfliste)

  1. Kampf
    Lana hielt gut mit und suchte ihre Chancen im Angriff. Leider wurde einer ihrer Ansätze gekontert, sodass sie mit Waza-ari in Rückstand geriet. Kurz darauf fiel sie auf einen tief angesetzten Seoi-nage, der mit Ippon bewertet wurde.
  2. Kampf (Hoffnungsrunde)
    In der Hoffnungsrunde überließ Lana ihrer Gegnerin zu sehr die Initiative. Diese nutzte ihre Vorteile im Standkampf und zeigte einen starken Übergang zum Boden mit anschließendem Hebel. Auch hier musste sich Lana geschlagen geben.

Für Lana war das Turnier damit beendet. Die Meisterschaften haben jedoch klar gezeigt, woran in den kommenden Wochen gearbeitet werden kann – insbesondere an Durchsetzungsstärke und dem eigenen Angriffsaufbau.

U21 bis 63 kg – Paula Lang (Wettkampfliste)

In Paulas Gewichtsklasse gingen vier Starterinnen ins Rennen, sodass im Poolsystem gekämpft wurde. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl war die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft bereits erreicht. Dennoch war das Turnier ein wichtiger Gradmesser für die eigene Entwicklung.

  1. Kampf
    Paula griff beherzt an, wurde jedoch mit einem Fußwurf gekontert – eine klassische „Bananenschale“. Nach Waza-ari folgte der direkte Übergang in die Festhalte, aus der sie sich nicht mehr befreien konnte.
  2. Kampf
    Gegen eine Gegnerin, der sie bei den Berliner Meisterschaften noch schnell durch Hebel unterlegen war, zeigte Paula eine deutliche Steigerung. Der Kampf ging über die volle Zeit und war von intensivem Griffkampf geprägt. Sie erarbeitete sich gute Situationen für Uchi-mata, konnte diese jedoch nicht entscheidend durchbringen. Am Ende musste sie sich nach drei abgegebenen Yuko geschlagen geben.
  3. Kampf
    Im letzten Kampf sammelte Paula selbst vier Yuko und gab nur eine Wertung ab. Endlich konnte sie ihren Ko-uchi-gari zwingend anbringen. Am Uchi-matawird weiter gearbeitet – die Ansätze waren vielversprechend.

Mit starkem Kampfgeist sicherte sich Paula den 3. Platz und qualifizierte sich für die Deutsche Meisterschaft der U21 am 7. März 2026 in Potsdam.

Fazit

Die Nordostdeutschen Meisterschaften waren für alle drei Athletinnen und Athleten eine wertvolle Standortbestimmung. Neben wichtigen Wettkampferfahrungen nehmen sie konkrete Trainingsaufgaben mit. Besonders erfreulich ist die Qualifikation von Paula für die Deutsche Meisterschaft – ein großartiger Erfolg und Ansporn für die kommenden Wochen.

Nazar stand  wieder im Finale

Nazar war als Nordostdeutscher Meister 2025 einer, der diesen Titel verteidigen wollte. Damals noch bis 46 kg startete er drei Klassen höher, bis 60 kg. Nach Siegen gegen Emil Kaden (Oranienburg), Paul Mehedko (Polizei SV) und Valentin Baczinski (SC Lotos) stand Nazar auch in Greifswald wieder im Finale. Hier traf er auf Vincenzo Marco Auzrelio Caprano (JC Uni Rostock), den ersten Gegner von Teamgefährten Clemens Eckert. In einem anfangs ausgeglichenem Kampf konnte Nazar einem Angriff des Rostocker Athleten mit der Hüfte nicht mehr ausweichen.  Damit erkämpfte er sich die Silbermedaille.
Clemens startete mit einer Niederlage gegen den späteren Sieger in das Turnier. Gegen Paul Mehedko kam Clemens schon besser ins Turnier. Am Ende mußt er sich dem späteren Bronzemedaillengewinner geschlagen geben. (Wettkampfliste)
Juna  Butterbrodt konnte trotz großer Bemühungen nicht vermeiden, dass für sie dasTurnier nach Niederlagen gegen Heidi Strübing (MV) und Felia Kluth (SSG Humboldt) beendet war. (Wettkampfliste)
Clemens und Juna konnten hier weitere wichtige Erfahrungen sammeln.
Außerdem feuerte sie Nazar auf seinem Weg zur Silbermedaille an.